Diese französischen Koranwörter

FRANZÖSISCHE WÖRTER UND DER KORAN

In den Werken, die sich mit der Frage der französischen Wörter arabischen Ursprungs befassen, gilt es, zwischen zwei Klippen hindurchzusteuern: Zum einen darf man sich nicht von der bewussten etymologischen Verschleierung täuschen lassen, deren Opfer die zu einer bestimmten Zeit als barbarisch geltenden Sprachen wurden, insbesondere das Arabische, das Persische und das Türkische. Dies ist mittlerweile eine anerkannte Tatsache, die die modernen Etymologen zu berichtigen versuchen. Zum anderen darf man nicht in jenes Übermaß verfallen, in jeder Ähnlichkeit mit dem Arabischen zwangsläufig eine Abstammung zu sehen. Tatsächlich ist es oft schwierig, die eigentlich „aus dem Arabischen stammenden“ Wörter von denjenigen zu unterscheiden, die lediglich über diese Sprache vermittelt wurden. Behalten wir jedoch im Hinterkopf, dass es in der Etymologie letztlich immer nur eine Frage der Vermittlung ist. Manchmal kommt es auch vor, dass Ähnlichkeiten rein zufällig sind. Ich gebe hier einige französische Wörter an, deren arabische Etymologie belegt ist oder Gegenstand einer ernsthaften Hypothese ist. Es handelt sich hier ausschließlich um koranische Wurzeln. Am Ende der Seite füge ich sodann eine Liste von Wörtern bei, deren Ähnlichkeit verblüffend ist, für die ich jedoch keine zuverlässigen etymologischen Quellen gefunden habe (entnommen aus Werken, die offensichtlich der zweiten genannten Klippe zum Opfer fallen). Diese Liste hat den Vorzug, als mnemotechnische „Quelle“ für das Erlernen des betreffenden Wortschatzes zu dienen.

Glossar der französischen Wörter arabischen Ursprungs

Algèbre (Algebra)

Die Etymologie dieses Begriffs ist bekannt und unbestritten: Er geht auf das Wort الجبر Al-jabr zurück, welches „das Einrenken eines Bruches“, „das Wiedereinrichten“, „die Wiederherstellung der Ordnung“, „der Zwang“ bedeutet. Es gelangte zu uns durch das Werk des berühmten Mathematikers Al-Khwarizmi, Kitâb al-mukhtaṣar fî ḥisâb al-jabr wa-l-muqâbala („Kurzgefasstes Buch über das Rechnen durch Wiederherstellung (jabr) und Vergleich“), das um 825 verfasst wurde.

Im Koran wird die Wurzel J B R in ihrer Form des Intensiv-Adjektivs Jabbâr verwendet, das eine Person von zwingender, ja tyrannischer Kraft bezeichnet. Dieses Wort wird auch als göttlicher Name im Sinne von „der Bezwingende“, „der Wiederhersteller der Ordnung“ oder „der Aufrichtende“ verwendet. Es erscheint 10 Mal.

هُوَ اللَّهُ الَّذِي لَا إِلَهَ إِلَّا هُوَ الْمَلِكُ الْقُدُّوسُ السَّلَامُ الْمُؤْمِنُ الْمُهَيْمِنُ الْعَزِيزُ الْجَبَّارُ الْمُتَكَبِّرُ سُبْحَانَ اللَّهِ عَمَّا يُشْرِكُونَ

Er ist Gott; es gibt keinen Gott außer Ihm!, der Herrscher, der Heilige, der Friede, der Verlässliche, der Überwältigende, der Allmächtige, der Bezwingende (Jabbâr), der Unerreichbare. Gepriesen sei Gott, hoch erhaben über das, was sie Ihm beigesellen! (59-23)

Arobase (At-Zeichen)

Vom arabischen الرُبْع (ar-roub‘), „das Viertel“. Dieses Wort bezeichnete einst ein Viertel eines Zentners von 100 Pfund (etwa 12 kg). Es erscheint in dieser Form zweimal im Koran. Seine Wurzel erscheint jedoch auch in anderen Formen, denn sie ist die Wurzel der Zahl Vier.

فَإِنْ كَانَ لَهُنَّ وَلَدٌ فَلَكُمُ الرُّبُعُ مِمَّا تَرَكْنَ مِنْ

Wenn sie ein Kind haben, so steht euch das Viertel (rub‘) dessen zu, was sie hinterlassen haben … (4-12)

Avanie (Schikane)

Dieser Begriff leitet sich vom arabischen هوان (hawân) ab, das „die Demütigung“, die Erniedrigung bedeutet. Es bezeichnete eine Abgabe, die die Türken den Christen auferlegten, und gelangte über das italienische avania „ungerechtfertigte Steuer“ zu uns. Diese Wurzel erscheint im Koran in verschiedenen Formen und an zahlreichen Stellen.

فَأَمَّا الْإِنْسَانُ إِذَا مَا ابْتَلَاهُ رَبُّهُ فَأَكْرَمَهُ وَنَعَّمَهُ فَيَقُولُ رَبِّي أَكْرَمَنِ وَأَمَّا إِذَا مَا ابْتَلَاهُ فَقَدَرَ عَلَيْهِ رِزْقَهُ فَيَقُولُ رَبِّي أَهَانَنِ

Was den Menschen angeht, so sagt er, wenn sein Herr ihn prüft, indem Er ihn ehrt und mit Wohltaten überhäuft: „Mein Herr hat mich geehrt!“ Wenn Gott ihn aber prüft, indem Er ihm Seine Gaben zumisst, so sagt er: „Mein Herr hat mich gedemütigt (ahânani)!“ (89-16)

Bagatelle (Bagatelle)

Nach Ansicht einiger Etymologen stammt dieser Begriff vom arabischen باطِل Bâṭil, in seiner Pluralform بَواطِل bawâṭil, „nichtige, eitle oder falsche Sache“.

Im Koran erscheint es 26 Mal in dieser Form im Singular.

وَلَا تَلْبِسُوا الْحَقَّ بِالْبَاطِلِ وَتَكْتُمُوا الْحَقَّ وَأَنْتُمْ تَعْلَمُونَ

Verkleidet nicht die Wahrheit als Irrtum (bâṭil), während ihr wisst. (2-42)

الَّذِينَ يَذْكُرُونَ اللَّهَ قِيَامًا وَقُعُودًا وَعَلَى جُنُوبِهِمْ وَيَتَفَكَّرُونَ فِي خَلْقِ السَّمَاوَاتِ وَالْأَرْضِ رَبَّنَا مَا خَلَقْتَ هَذَا بَاطِلًا سُبْحَانَكَ

Für diejenigen, die Gott im Stehen, im Sitzen und auf der Seite liegend anrufen und über die Erschaffung der Himmel und der Erde nachsinnen: „Unser Herr! Du hast dies nicht umsonst (bâṭil) erschaffen! Erhaben bist Du! (3-191)

Bourg (Burgflecken)

Auch wenn das Wort Bourg nicht arabischen Ursprungs ist, so ist es doch sicher, dass es denselben Ursprung hat wie das koranische Wort بُرْج Burj, welches „Turm“ bedeutet. Denn die etymologischen Wörterbücher geben an, dass das Wort bourg vom lateinischen burgus stammt, welches bedeutet: „Befestigung, befestigter Turm“; dieses selbst entlehnt aus dem Griechischen π ύ ρ γ ο ς: „Turm, mit Türmen versehene Umfriedung“. Anderswo fand ich, es leite sich vom indoeuropäischen *bhereg̑h- „Hügel“ ab.

Im Koran wird es 4 Mal in seiner Pluralform بُرُوج burûj verwendet, davon 3 Mal zur Bezeichnung der Sternbilder.

أَيْنَمَا تَكُونُوا يُدْرِكْكُمُ الْمَوْتُ وَلَوْ كُنْتُمْ فِي بُرُوجٍ مُشَيَّدَةٍ

Wo immer ihr auch seid, wird euch der Tod ereilen, und wäret ihr in uneinnehmbaren Türmen. (4-78)

وَالسَّمَاءِ ذَاتِ الْبُرُوجِ

Beim Himmel, geschmückt mit Sternbildern! (85-1)

Cafard (Kakerlake / Scheinheiliger)

Vom arabischen كافِر, kâfir. Bis es zu uns gelangte, bezeichnete es zunächst einen „falschen Frommen“, dann, durch Metapher, das wohlbekannte Insekt, denn dieses flieht das Licht und „nährt sich von der Finsternis“ gemäß einem alten Glauben.

Im Koran erscheint die Wurzel K F R nicht weniger als 525 Mal, davon 136 Mal in der Form kâfir. Diese Form bezeichnet „den Bauern“ (der das Saatkorn vergräbt). Allgemeiner bezeichnet sie jedoch „den Undankbaren“, sodann den „Leugner“, das heißt denjenigen, der die Wahrheit vergräbt. Die Wurzel enthält auch den Gedanken der Loskaufung in der Form كَفّارة kaffâra, das heißt einer ausgleichenden Handlung, die dazu dient, sich loszukaufen (es geht darum, eine Verfehlung zu „bedecken“, woraus sich die Verbindung zu den anderen Bedeutungen ergibt).

اعْلَمُوا أَنَّمَا الْحَيَاةُ الدُّنْيَا لَعِبٌ وَلَهْوٌ وَزِينَةٌ وَتَفَاخُرٌ بَيْنَكُمْ وَتَكَاثُرٌ فِي الْأَمْوَالِ وَالْأَوْلَادِ كَمَثَلِ غَيْثٍ أَعْجَبَ الْكُفَّارَ نَبَاتُهُ ثُمَّ يَهِيجُ فَتَرَاهُ مُصْفَرًّا ثُمَّ يَكُونُ حُطَامًا

Wisset, dass das diesseitige Leben nur Spiel ist, Vergnügen, eitle Zierde, ein Wettlauf um Hochmut unter euch und ein Wetteifern im Erwerb von Reichtümern und Kindern. Es gleicht darin einem Regen: Der Pflanzenwuchs, der daraus hervorgeht, entzückt die Landleute (Kuffâr), dann verwelkt er, und du siehst ihn somit vergilbt (57-20)

إِنَّا خَلَقْنَا الْإِنْسَانَ مِنْ نُطْفَةٍ أَمْشَاجٍ نَبْتَلِيهِ فَجَعَلْنَاهُ سَمِيعًا بَصِيرًا إِنَّا هَدَيْنَاهُ السَّبِيلَ إِمَّا شَاكِرًا وَإِمَّا كَفُورًا

Wahrlich, Wir haben den Menschen, um ihn zu prüfen, aus einem zusammengesetzten Tropfen erschaffen, und Wir haben ihm Gehör und Sehkraft gegeben. Wir haben ihn auf den rechten Weg geleitet, sei er nun dankbar oder undankbar (kafûr). (76-2 und 3)

إِنَّا أَنْذَرْنَاكُمْ عَذَابًا قَرِيبًا يَوْمَ يَنْظُرُ الْمَرْءُ مَا قَدَّمَتْ يَدَاهُ وَيَقُولُ الْكَافِرُ يَا لَيْتَنِي كُنْتُ تُرَابًا

Wahrlich, Wir haben euch vor einer nahen Strafe gewarnt, für den Tag, an dem der Mensch betrachten wird, was seine Hände ihm erworben haben, und an dem der Leugner (kâfir) ausrufen wird: „Wehe mir! Wäre ich doch Staub!“ (78-40)

Chaudron (Kessel)

Höchstwahrscheinlich vom arabischen قِدْرٌ qidroun, über das spanische „calderon“ oder das italienische „Calderone“.

Dieses Wort erscheint nur ein einziges Mal im Koran, in seiner Pluralform.

يَعْمَلُونَ لَهُ مَا يَشَاءُ مِنْ مَحَارِيبَ وَتَمَاثِيلَ وَجِفَانٍ كَالْجَوَابِ وَقُدُورٍ رَاسِيَاتٍ

Sie führten für ihn aus, was er wollte: Heiligtümer, Standbilder, Schüsseln, so tief wie Becken, und feste Kessel (qudûr). (34-13)

Chemise (Hemd)

Der Begriff قَمِيص (qamîs) erscheint 6 Mal im Koran, mit ebendieser Bedeutung von Hemd oder Tunika. Doch Vorsicht: Die Namen von Kleidungsstücken und Stoffen sowie all jene Güter, die seit unvordenklichen Zeiten Gegenstand des Handels sind, gehen sehr leicht von einer Sprache zur anderen über, und es ist oft schwierig, den Entlehnenden vom Entlehnten zu unterscheiden. Ebenso schwierig ist es zu wissen, welches die ursprüngliche Form bestimmter Kleidungsstücke war, denn ein und derselbe Name kann sehr unterschiedliche Gewänder bezeichnen.

وَجَاءُوا عَلَى قَمِيصِهِ بِدَمٍ كَذِبٍ

Sie brachten sein mit trügerischem Blut beflecktes Gewand (qamîs). (12-18)

Corne (Horn)

Dieses Wort gelangte über das lateinische „cornua“ zu uns und stammt mit Sicherheit aus den semitischen Sprachen: im biblischen Hebräisch קרן, keren, und im Arabischen قَرْن Qarn.

Im Koran bedeutet die Wurzel auch „gepaart sein“, was auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass Hörner gewöhnlich zu zweit auftreten.

وَيَسْأَلُونَكَ عَنْ ذِي الْقَرْنَيْنِ قُلْ سَأَتْلُو عَلَيْكُمْ مِنْهُ ذِكْرًا

Sie befragen dich über Dhû al-Qarnain (den Mann mit den zwei Hörnern). (18-83)

Degré (Grad / Stufe)

Einige Etymologen leiten diesen Begriff vom arabischen دَرَجة daraja „Stufe, Niveau, Grad“ ab.

Im Koran erscheint es 4 Mal im Singular und 14 Mal im Plural.

فَضَّلَ اللَّهُ الْمُجَاهِدِينَ بِأَمْوَالِهِمْ وَأَنْفُسِهِمْ عَلَى الْقَاعِدِينَ دَرَجَةً

Gott hat denjenigen, die mit ihrem Gut und ihrer Person kämpfen, einen höheren Grad (daraja) gewährt als denjenigen, die zu Hause bleiben. (4-95)

Macabre (makaber)

Einige Etymologen leiten dieses Wort vom arabischen مَقْبَرة maqbara (Grab oder Friedhof) ab. Es trifft zu, dass sowohl der Klang als auch die Bedeutung für diesen Ursprung sprechen. Im Koran erscheint dieser Begriff einmal in seiner Pluralform.

أَلْهَاكُمُ التَّكَاثُرُ حَتَّى زُرْتُمُ الْمَقَابِرَ

Ihr seid darauf bedacht, anzuhäufen, bis ihr die Gräber (maqâbir) besucht (102-1 und 2)

Goudron (Teer)

Dieser Begriff ist dem arabischen قَطِران qatirân oder qutrân über das Lateinische entlehnt.

Es erscheint einmal im Koran.

سَرَابِيلُهُمْ مِنْ قَطِرَانٍ وَتَغْشَى وُجُوهَهُمُ النَّارُ

Ihre Gewänder werden aus Teer (qatirân) sein, und das Feuer wird ihre Gesichter bedecken. (14-50)

Hazard (Zufall)

Die Blume زَهْرة zahra im Arabischen, dies ist der unerwartete Ursprung des Wortes hasard (Zufall). Die Geschichte ist, so sagt man, dass die Gewinnerseite eines Würfels zu einer bestimmten Zeit mit einer Blume geschmückt war. Das Wort soll über das spanische „azar“ vermittelt worden sein. Es trifft zu, dass Würfel auf Arabisch zahr al-nard heißt. Und in Marokko (insbesondere) heißt das Glück eben „Az-zhar“, was sowohl die Etymologie als auch die Vermittlung über Spanien zu bestätigen scheint. Die arabische Wurzel Z H R bedeutet glänzen, erstrahlen.

Im Koran erscheint dieses Wort einmal in ebendieser Form زَهْرة zahra und bezeichnet „den Glanz“, „das Gepränge“ oder wörtlich „die Blume“ dieses Lebens.

وَلَا تَمُدَّنَّ عَيْنَيْكَ إِلَى مَا مَتَّعْنَا بِهِ أَزْوَاجًا مِنْهُمْ زَهْرَةَ الْحَيَاةِ الدُّنْيَا لِنَفْتِنَهُمْ فِيهِ وَرِزْقُ رَبِّكَ خَيْرٌ وَأَبْقَى

Und richte deine Augen nicht auf das, woran Wir manchen Gruppen unter ihnen vorübergehenden Genuss gewährt haben, wie den Glanz (zahra) des diesseitigen Lebens, um sie dadurch zu prüfen. Was Gott (im Paradies) bereitstellt, ist besser und dauerhafter. (20-131)

Magasin (Lager / Geschäft)

Vom arabischen Makhzin (Lagerort). Es handelt sich um einen Ortsnamen, der von khizâna Pl. khazâ’in (Vorrat) abgeleitet ist.

In ebendieser letzteren Form im Plural erscheint die Wurzel im Koran an 8 Stellen.

قَالَ اجْعَلْنِي عَلَى خَزَائِنِ الْأَرْضِ إِنِّي حَفِيظٌ عَلِيمٌ

Und [Josef] sagte: „Vertraue mir die Verwaltung der Vorratslager des Landes an, ich werde ihr kundiger Hüter sein.“ (12-55)

Mesquin (knauserig / kleinlich)

Das Wort مِسْكِين miskîn gelangte über das Spanische zu uns. Es bedeutet einen Armen. Es erscheint ebenin dieser Bedeutung im Koran, 11 Mal im Singular und 12 Mal im Plural.

وَيُطْعِمُونَ الطَّعَامَ عَلَى حُبِّهِ مِسْكِينًا وَيَتِيمًا وَأَسِيرًا إِنَّمَا نُطْعِمُكُمْ لِوَجْهِ اللَّهِ لَا نُرِيدُ مِنْكُمْ جَزَاءً وَلَا شُكُورًا

Sie speisten den Armen (miskîn), die Waise und den Gefangenen aus Liebe zu Gott, [indem sie sagten:] „Wir speisen euch, um Gott zu gefallen, und erwarten von euch weder Lohn noch Dank.“ (76-8 und 9)

Risque (Risiko)

Eine der ernsthaftesten Hypothesen schlägt das arabische Wort rizq als Ursprung des Wortes risque (Risiko) vor. Es bedeutet nämlich den Anteil, den Gott Seinen Dienern zuteilt, woraus sich der zufällige Charakter des Schicksals ergibt und sodann, durch Erweiterung, der Gedanke des Risikos. Im Koran bezeichnet die Wurzel alle Güter des Lebensunterhalts, darüber hinaus aber jedes Gut, das den Menschen gewährt werden kann. Die Wurzel R Z Q erscheint nicht weniger als 123 Mal im Koran.

قُلْ مَنْ حَرَّمَ زِينَةَ اللَّهِ الَّتِي أَخْرَجَ لِعِبَادِهِ وَالطَّيِّبَاتِ مِنَ الرِّزْقِ قُلْ هِيَ لِلَّذِينَ آمَنُوا فِي الْحَيَاةِ الدُّنْيَا خَالِصَةً يَوْمَ الْقِيَامَةِ

Sag: „Wer hat denn den Schmuck verboten, den Gott für Seine Diener hervorgebracht hat, und die guten Speisen (rizq)?“ Sag: „Sie sind [bestimmt] für diejenigen, die in diesem Leben das anvertraute Gut des Glaubens tragen, und ausschließlich für sie am Tag der Auferstehung.“ (7-32)

Sirop (Sirup)

Das Wort sirop (Sirup) stammt, ebenso wie das Wort sorbet (Sorbet), vom arabischen شَراب sharâb, das ganz einfach ein Getränk bedeutet. Obwohl dieses Wort gereist ist, bleibt seine Herkunft offensichtlich. Es wurde nämlich zu sharbat im Persischen, serbet im Türkischen und sorbetto im Italienischen. Es waren die venezianischen Kaufleute, die es während des Mittelalters nach Italien brachten. Nach Frankreich gelangte es erst im 12. Jahrhundert.

Im Koran erscheint es 11 Mal. Seine Wurzel erscheint jedoch insgesamt 39 Mal, insbesondere in der Verbform شَرِبَ shariba, die „trinken“ bedeutet.

وَمَا يَسْتَوِي الْبَحْرَانِ هَذَا عَذْبٌ فُرَاتٌ سَائِغٌ شَرَابُهُ وَهَذَا مِلْحٌ أُجَاجٌ

Die beiden Meere sind nicht gleich: Dieses ist süß, erfrischend, mit trinkbarem Getränk (sharâb), jenes ist salzig, bitter (35-12)

Hier folgt schließlich eine Liste von Wörtern unsicherer Etymologie, deren Ähnlichkeit mit den arabischen (ebenfalls koranischen) Wörtern, denen sie zugeordnet sind, jedoch verblüffend ist.

Fibre (Faser)

وَبَر Wabar, Tierhaar.

Mascarade (Maskerade)

مَسْخَرة maskhara, Maskerade, Posse, Gegenstand des Spotts.

Aride (dürr / arid)

أَرْض ‚ard, Boden, Erde.

Tourbe (Torf)

تُراب turâb, Humus, Erde, Staub.

Voix (Stimme)

وَحْي waḥy, Eingebung, Offenbarung, innere Stimme

Kilo (Kilo)

كَيْل kayl, Getreidemaß.

Arche (Arche)

عَرْش ‚arsh, Thron.

Abdomen (Abdomen / Bauch)

بَطْن Baṭn, Bauch.

Bedaine (Wanst)

بَدَن badan, Körper.

Balader (umherschlendern)

بَلَد balad, Land, Gegend.

Charte (Charta)

شَرْط sharṭ, Bedingung, Klausel, Vorschrift.

Alcazar

Dieses Wort stammt von قَصْر, über das Spanische. Es ist auch der Ursprung der mittelalterlichen Stadt Alquézar. Im Koran bezeichnet es ein Schloss oder einen Palast.

فَكَأَيِّنْ مِنْ قَرْيَةٍ أَهْلَكْنَاهَا وَهِيَ ظَالِمَةٌ فَهِيَ خَاوِيَةٌ عَلَى عُرُوشِهَا وَبِئْرٍ مُعَطَّلَةٍ وَقَصْرٍ مَشِيدٍ

Wie viele Städte haben Wir zugrunde gehen lassen, weil sie Gewalttaten begingen! Sie sind zu eingestürzten Dächern geworden: Wie viele verlassene Brunnen! Wie viele [doch wohl] errichtete Paläste! (22,45)

ARABISCHUNTERRICHT

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